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fruchtwasserpunktion

Manchmal braucht es verlässliche Klarheit!

Der Ultraschall ermöglicht es uns, die meisten bedeutenden Fehlbildungen des Kindes frühzeitig festzustellen bzw. auszuschließen.

 

Zu den Erkrankungen, die sich per Ultraschall jedoch nicht eindeutig ausschließen lassen, gehören Chromosomenstörungen. Das bekannteste Krankheitsbild ist die Trisomie 21 (Down-Syndrom). Zu einer solchen Abweichung in der Chromosomenzahl kommt es bereits bei der Befruchtung. Das Risiko einer solchen Störung ist abhängig vom Alter der Schwangeren: Ab dem 35. Lebensjahr steigt das Risiko exponentiell an.

Die Fruchtwasseruntersuchung („Amniozentese“) ist bislang die einzige Methode, eine solche Krankheit des Kindes mit Sicherheit auszuschließen. Sie erfolgt in der Regel in der 16. SSW. Dabei wird durch die Bauchdecke mittels einer sehr feinen Nadel  unter Ultraschallsicht 15 bis 20 ml Fruchtwasser abpunktiert. Für die Schwangere ist der Eingriff schmerzfrei. Wir führen diese Eingriffe seit mehreren Jahren in der Praxis ambulant durch. Das Ergebniss des Chromosomen-Schnelltestes (FISH-Test) liegt nach 24 – 48 Stunden vor.

Laut internationale Literatur liegt das Risiko auf Auslösen einer Fehlgeburt durch die Punktion bei 0,4 Prozent. Verletzungen des Kindes sind nicht zu erwarten, da unter Ultraschall die Punktionsnadel präzise verfolgt werden kann.

 

Neben dem Down-Syndrom werden auch andere, seltenere Chromosomenstörungen  sowie das Vorliegen einer Spina bifida (offener Rückenkanal) ausgeschlossen. Bei familiärer Belastung durch eine Erbkrankheit empfehlen wir eine individuelle Beratung sowie eine gezielte speziellere Untersuchung in Absprache mit einem Humangenetiker. Auch überregionale, sogar internationale Spezialisten ziehen wir hier zu Rate.